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© 2019, Christoph Smahel
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Hundeportraits – wie fotografiert man Vierbeiner im Studio

Hundeportraits - wie man Vierbeiner im Studio fotografiert

Ein kleiner Einblick in meine Arbeit

Mit Tieren zu arbeiten ist für viele DIE Herausforderung schlechthin. Doch auch wenn einiges anders im Bezug auf Portraits von Menschen anders ist, braucht man nicht vor Angst verzweifeln.

Ich möchte in diesem Beitrag einen kleinen Einblick hinter die Kulissen geben und euch mit Tipps und Informationen unterstützen es vielleicht auch zu versuchen.

Eines vorweg: man braucht manchmal viel Geduld und auch ein Händchen für den Umgang mit Tieren. Jede Unsicherheit überträgt sich auf deren Wohlgefühl und auch auf die Ergebnisse. Bei der Arbeit mit Vierbeinern bestimmt das Tier wie lange ein Shooting dauert, wie die Ergebnisse werden und wann Pause gemacht wird. Sobald das Tier zu gestresst ist oder signalisiert, dass die Komfortzone nicht gegeben ist sollte man abbrechen.

 

Ich mache meine Tierportraits immer nach dem Motto “keep it simple”. Was ich dazu brauche: meine Kamera, ein Weitwinkelobjektiv und einen Studioblitz mit einer großen Softbox, alternativ könnt ihr auch einen Reflexschirm statt der Softbox verwenden. In meinem Fall ist es ein 600ws Blitz und eine 80cm Octabox.

Die Softbox richtet ihr ziemlich mittig von schräg oben auf die Stelle wo später der Hund sitzen soll, sie hängt quasi über euch und dem Hund, besonders leicht geht das mit einem Galgenstativ.

Die Power drehe ich meistens auf gut 80% der Leistung, da ich einen schwarzen oder grauen Studiohintergrund verwende, und da mal gleich viel Licht “geschluckt” wird. Ebenso gilt: je dünkler das Fell, desto mehr Licht braucht ihr.

Blende ist bei mir zwischen f8 und f10, ISO100-250 und eine Verschlusszeit zwischen 1/250 und 1/1250 (hierfür benötigt ihr Blitze die auch mit so einer Verschlusszeit umgehen können). Die schnelle Verschlusszeit benötigt man um die schnellen Bewegungen des Hundes auf die kurze Distanz trotzdem scharf einfangen zu können.

Ablauf des Shootings

Ich gebe dem Hund erstmal ein paar Minuten zum Rumschnüffeln, Wasser trinken und einfach das machen worauf er Lust und Laune hat. Mit ein paar Leckerlis zeigt man ihm was man von ihm möchte, wo sein Platz sein soll und ganz wichtig: dass ich seine Bezugsperson für die nächsten 20-30 Minuten bin von der er eine Belohnung erwarten kann. Hektik und unterschiedliche Befehle von unterschiedlichen Menschen am Set führen leider nicht zum gewünschten Erfolg.
Für den Hundebesitzer ist dies natürlich ebenso ungewohnt, aber das sollte man im Vorfeld ansprechen und erklären, dann gibt es damit auch keine Probleme.

Und dann kann es auch schon losgehen. Geheimrezept gibt es im Umgang mit Tieren oder speziell Hunden nicht, jeder hat einen anderen Charakter, eine andere Vorgeschichte und eine unterschiedliche Erziehung.

Aber eines kann ich versprechen: es macht immer Spaß und die Arbeit mit Tieren ist mit nichts zu vergleichen.

Und jetzt aber zu den Ergebnissen – viel Spaß beim Schauen und selbst probieren.

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